Wissenswertes über Gold:

Wer prägte die ersten Goldmünzen Deutschlands?

Im 4. Und 3. Jahrhundert vor Christus erlebten die Kelten eine Blütezeit. Sie bauten große, stadtähnliche Siedlungen, Oppida genannt. In diesen Fürstensitzen entwickelten sich Zentren des Handels und der Herrschaft. Mit den großen Beutezügen nach Italien und Griechenland kamen die Kelten erstmals mit Münzgeld in Kontakt.

Große Mengen von Gold und Silber wurden bei der Plünderung Roms, oder auch des Tempels von Delphi gemacht. Die Kelten waren  selbstbewusst und furchtlos. Sogar als der überragende Makedonierkönig Alexander der Große einer Gesandtschaft die Frage stellte, wovor sie sich am meisten fürchteten, antworteten sie dreist:
Wir haben nur Angst davor, dass uns der Himmel auf den Kopf fallen kann. Alexander, der gehofft hatte, er sei der größte Grund ihrer Furcht, bezeichnete sie deswegen später abfällig als Großmäuler.

Die Kelten kämpften in der Folge als Söldner bei verschiedenen Heeren und wurden mit hartem Silber bezahlt. Als die Krieger heimkehrten, brachten sie ihr verdientes Geld mit und so entstand auch auf keltischem Stammesgebiet eine erste Geldwirtschaft. Bald benötigte man selbst produzierte Münzen, die das vorhandene Söldnergeld ergänzen und dann verdrängen sollten.

Während im Osten, nahe der griechischen Gebiete große Silbermünzen (Tetradrachmen) geprägt wurden,
die die Münzen der Nachbarn imitierten, entwickelten die Kelten im heutigen Bayern eine eigene Währung. Die ersten Münzen waren kleinste Goldmünzchen mit einem Gewicht um 0,30 g. Sie wurden zwischen 260 und 210 v. Chr. geprägt. 24 dieser Stücke ergaben einen Stater, eine große griechische Goldmünze.

Als Münzbilder verwendete man Szenen aus der keltischen Mythologie. Auf der Vorderseite ist das Abbild eines doppelgesichtigen Gottes zu sehen, wie er auch bei steinernen Kultstatuen vorkommt. Auf der Rückseite findet man das Pferd, das wichtigste Tier der Kelten, die auch als gefürchtete Reiter bekannt waren. Erst einige Zeit später wurden ganze Statere, die schon beschriebenen Regenbogenschüsselchen, ausgeprägt.

Noch später wurden dann auch Silbermünzen für den  Einkauf auf dem Markt hergestellt, da die Goldstücke einfach zu wertvoll für den täglichen Gebrauch waren. Ab diesem Zeitpunkt wurde der bis dahin übliche Tauschhandel durch die Geldwirtschaft vollständig ersetzt.

Abschließend kann man also sagen, dass mit der Einführung der ersten keltischen Münzen eine neue Ära wirtschaftlicher Blüte und wachsender Handelsbeziehungen in alle Welt einsetzte, die das Leben der Menschen der keltischen Gebiete von Grund auf bereichert und erweitert haben.

Mehr über den 1/24 Stater auf: Wikipedia

 

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